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Kündigung gegenüber einem Auszubildenden

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  16.07.2008

Bei einer Kündigung gegenüber einem Auszubildenden sind besondere Regeln zu beachten, die für Kündigungen gegenüber sonstigen Arbeitnehmern nicht gelten.

Das Berufsausbildungsverhältnis beginnt mit einer Probezeit, die nach dem Gesetz zwischen einem und vier Monaten beträgt. Innerhalb der Probezeit haben der Auszubildende und der Ausbilder die Möglichkeit zu prüfen, ob der Auszubildende für den gewählten Beruf geeignet ist und die Zusammenarbeit gut funktioniert. In dieser Zeit kann man sich schnell wieder voneinander lösen: Der Vertrag kann jederzeit ohne Einhaltung einer Frist schriftlich gekündigt werden. Nach der Probezeit ist es für den Ausbilder weitaus schwieriger, den Ausbildungsvertrag vor seinem Ablauf zu beenden. Es muss dann ein wichtiger Grund für eine Kündigung vorliegen. Von der Rechtsprechung wurden beispielsweise unentschuldigtes Fernbleiben, wiederholtes Übertreten des Urlaubs sowie mehrfaches unentschuldigtes Versäumen des Berufsschulunterrichts nach entsprechender Abmahnung als wichtiger Grund angesehen. Kündigt der Ausbilder fristlos wegen Vorliegen eines wichtigen Grundes, dann muss er die Gründe für die Kündigung ausführlich in dem Kündigungsschreiben angeben. Versäumt er diese schriftliche Begründung, ist die Kündigung unwirksam. Dies ist im Arbeitsrecht die Ausnahme: Bei Kündigungen gegenüber sonstigen Arbeitnehmern müssen dagegen üblicherweise keine Gründe im Kündigungsschreiben angegeben werden.

Zu beachten ist außerdem, dass der Ausbilder nur zwei Wochen Zeit hat, nach Bekanntwerden des wichtigen Grundes die Kündigung auszusprechen. Wird also beispielsweise der Auszubildende bei einer Straftat auf frischer Tat ertappt, dann hat der Ausbilder ab diesem Zeitpunkt zwei Wochen Zeit, dem Auszubildenden die schriftliche Kündigung zukommen zu lassen.

Wird das Ausbildungsverhältnis von keiner Seite gekündigt, so endet es automatisch mit Ablauf der Zeit, für die es eingegangen ist. Es bedarf hier also keiner Kündigung - mit Auslaufen des Vertrages ist das Ausbildungsverhältnis beendet. Besteht der Auszubildende vorher die Abschlussprüfung, so endet es schon dann. Wird der Auszubildende allerdings im Anschluss weiterbeschäftigt, ohne dass darüber ausdrücklich etwas vereinbart worden ist, entsteht automatisch ein unbefristeter Arbeitsvertrag. Falls der Auszubildende nicht übernommen werden soll, muss der Arbeitgeber also darauf achten, dass der Auszubildende nach Abschluss der Ausbildungszeit auch nicht mehr im Betrieb tätig ist.  
(Rechtsanwältin und Fachanwältin im Arbeitsrecht Anna Frickenhaus, maître en droit, SES Schlutius Eulitz Schrader)

 

 
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