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Geschichte

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Der Hotel und Gaststättenverband Hamburg e.V. blickt auf eine lange Geschichte zurück. Der DEHOGA Hamburg sieht im "Verein Hamburger Gastwirthe v. 1871" seinen historischen Vorläufer.

Der Weg zum heutigen Verband war naturgemäß lang und in ihm spiegelt sich der Lauf der Geschichte wider. Die 2. Hälfte des 19. Jahrhunderts war die Zeit der vielen Vereinsgründungen. Das hing eng zusammen mit den Umbrüchen der Gesellschaft. Die voll angelaufene Industrialisierung, die neue politische Großmachtstellung Deutschlands mit der Reichsgründung 1870/71 und die sich verändernden Bevölkerungsstrukturen waren kennzeichnend. Großbürgerliches Selbstbewusstsein aber auch wirtschaftliche Nöte breiter Schichten polarisierten das soziale Bild.

Dafür waren auch die entstehenden Vereine und ihre Mitglieder ein typisches Abbild. Beispiele: In Sport- und Turnvereinen war meist militärähnliche Disziplin angesagt, in Kegel- und Gesangvereinen trafen sich mehr oder weniger gutsituierte Bürger und Arbeitervereine gaben sich klassenkämpferisch (bekanntlich ging die SPD als Partei aus einem solchen Verein hervor und auch die Gewerkschaften verweisen auf derlei Traditionen).

Und die Unternehmer? Im Vorgriff der Geschichte könnte man sagen, dass es galt, sich im beginnenden Konzert der Stimmen ein Gegengewicht etwa zu den Gewerkschaften zu verschaffen. Schließlich ist heute die Tarifhoheit eine der Kompetenzsäulen des Verbandes. In der Vereinssatzung der 71er freilich war, im Gegensatz zu heute, davon wenig zu lesen: Die Förderung und Vertretung der gemeinsamen Interessen seiner Mitglieder, verbunden mit der Geselligkeit im Allgemeinen - das war's.

Zunächst hatte man andere Sorgen. Es galt, Geschlossenheit des Berufsstandes nach außen herzustellen. Das war nötig. Denn schon bald meldeten weitere Vereine ihre fachliche Kompetenz an, wie z.B. der Verein Hamburger Gast- und Schankwirte v. 1888 oder auch der Verein Hamburger Schankwirte v. 1892.

Mit diesen Konkurrenzen war man sich keineswegs grün. Man stritt sich nach Kräften, drosch verbal aufeinander ein und warf sich finanzielle Machenschaften vor. Das zeitgenössische Fachblatt "Norddeutscher Gastwirth" mit Datum vom 27.5.1896 zum Beispiel berichtet von "Quertreibereien wider den 23. Deutschen Gastwirthstag in Hamburg". Der 71er Verein war anlässlich seines eigenen 25jährigen Jubiläums Ausrichter dieses Tages und es ging ums liebe Geld. Worum auch sonst möchte man sagen.

Die 1888er und die 1892er Vereine (zusammen etwa 1.400 Mitglieder) mokierten sich in dem Fachorgan (Ausgabe vom 8.6.1896 s. Seite 13) über die Art, wie die 71er den gemeinsamen Festtag finanzieren wollten, nämlich nicht selbst, sondern Über die Brauereien und andere Lieferanten...

Die regionalen Vereine - in Hamburg noch ohne die erst im Groß-Hamburg-Gesetz von 1937 dem heutigen Stadtgebiet zugeschlagenen heutigen Stadtteile Bergedorf und Altona, die eigene Vereine hatten - bildeten im Verlauf der Zeit größere Verbandszusammenschlüsse und gemeinsam war man im "Centralverband deutscher Gastwirthe" mit Sitz in Berlin organisiert.
Das Auf und Ab in den Turbulenzen der folgenden Jahrzehnte mit erstem Weltkrieg und der folgenden wirtschaftlich schweren Zeit war noch vergleichsweise harmlos gegen das, was dann folgte. Eine Zäsur auch in der Verbandsgeschichte war die folgende NS-Zeit mit der Katastrophe des Zweiten Weltkriegs.

Nach 1933 wurden die Wirteverbände vorübergehend "gleichgeschaltet" und noch im selben Jahr der Reichseinheitsverband des deutschen Gaststättengewerbes gebildet. Zuvor waren die beiden großen Spitzenverbände, der "Deutsche Gastwirtsverband" und der "Reichsverband der deutschen Hotels, Restaurants und verwandte Betriebe" liquidiert worden. Ein Jahr später wurde die "Wirtschaftsgruppe Gaststätten und Beherbergungsgewerbe" gegründet, in der alle gastgewerblichen Unternehmer Zwangsmitglieder waren.

Auch regional gab es neue Gliederungen. So gehörte Hamburg zum "Wirtschaftsbezirk Nordmark" dem noch Schleswig-Holstein, Mecklenburg und zeitweise die niedersächsischen Kreis an der Untereibe angehörten Ein genauer Kenner jener Zeit war Dr. Karl Bingmann (verstorben 1958), der bis 1951 Geschäftsführer des nach dem Krieg neu gegründeten Landesverbandes war. Bingmann sah in der neuen Organisationsform nicht nur Nachteile sondern fand es z.B. positiv, dass die vormalige übermäßige Zersplitterung in Vereinen und Verbänden nun beseitigt war.

Eine besondere Rolle kam dem Gaststättengewerbe und seiner Wirtschaftsgruppenorganisation im Zuge der kriegsbedingten Lebensmittelbewirtschaftung zu. Zunächst durften die Gaststätten in bestimmten Zuteilungsperioden Speisen noch ohne Lebensmittelmarken abgeben. Das Haupternährungsamt betraute dann die Gaststätten mit dem Umtausch von Lebensmittelmarken in Bezugsscheine, die zum Bezug anderer Waren berechtigten und ohne die später nichts mehr ging. Dieses Umtauschsystem hielt sich noch bis in die unmittelbaren Nachkriegsjahre. Bingmann: Eine einmalige Leistung des Gaststättengewerbes.

Während die Wirte nach Kriegsende bemüht waren, ihren Betrieb wieder klar zu bekommen, hatten sich auch in der Berufsorganisation wichtige organisatorische Veränderungen angebahnt. Mit dem Ende der NS-Zeit mit ihrer Zwangsorganisation der gewerblichen Wirtschaft und der merkwürdigen Verbindung von Kammern (Bezirkswirtschaftskammern, später Gauwirtschaftskammern) und Wirtschaftsgruppen, fehlte zunächst jede deutsche Staats- und Gesetzgebungshoheit.

So arbeitete auch in Hamburg der eingespielte Apparat der "Wirtschaftsgruppe Gaststättengewerbe" mit den Bezirksausgabestellen des Haupternährungsamtes zunächst weiter.

Im Juni 1945 hatte die turnusmäßige Sitzung der Ortsstellenleiter den Kollegen Heinrich Onken mit der Vorbereitung zur Neubildung der Berufsorganisation beauftragt. Onken war seit 1935 in Hamburg ansässig, war vorher viele Jahre im Vorstand des "Provinzialwirteverbandes" und seit 1930 im Vorstand des "Deutschen Gastwirteverbandes" tätig gewesen.

Zunächst gab es nach Dr. Bingmanns Schilderung jedoch recht harte persönliche Auseinandersetzungen unter den Bezirksleitern von denen etliche politisch belastet waren und die nun durch neue Leute ersetzt werden sollten. Eine entscheidende Wende brachte die Verordnung der britischen Militärregierung vom 1. November 1945 wodurch die Bildung von wirtschaftlichen Vereinigungen ermöglicht wurde. Die Mitgliedschaften mussten aber freiwillig sein. Ein erster Satzungsentwurf für einen "Gesamtverband Groß-Hamburg des Schank-, Gaststätten und Beherbergungsgewerbes" wurde erarbeitet.

In einer Sitzung am 8.11.1945 wurde ein vorläufiger Vorstand gewählt. Ihm gehörten an: Die Kollegen Onken (Vorsitzender), Raese (l. Stellvertreter), Brehm (2. Stellvertreter), Hehl (Schriftführer), Eimert (l. Kassierer), Smith (2. Kassierer), Schütt und Walter (Beisitzer).
Inzwischen trat jedoch ein anderer Verein auf den Plan: Der "Verein der vereinigten Gast- und Schankwirte". Bingmann nennt ihn einen der vielen vor 1933 bestehenden Wirtevereine, der nun seine Neubelebung betrieb. In einer von diesem Verein Anfang Januar 1946 im Restaurant Patzenhofer einberufenen Gründungsversammlung gelang es aber dem Kollegen Paul Raese, die Versammelten von der Notwendigkeit eines das gesamte Gewerbe umfassenden Verbandes zu überzeugen. Man einigte sich auch bald über die Satzung eines Gesamtverbandes, der nun den Namen "Vereinigtes Gaststättengewerbe der Hansestadt Hamburg" trug. Die offizielle Gründungsversammlung fand am 15.2.1946 im Zillertal vor rund 2.000 Mitgliedern statt.

Der neue Vorstand sah nun so aus: 1. Vorsitzender H. Onken, 2. Vorsitzender P. Raese, 3. Vorsitzender A. Hehl, 1. Kassierer J. Eimert, 2. Kassierer H. Smith, 1. Schriftführer A. Lorenz, 2. Schriftführer Kollege Lehne sowie die Kollegen Reuß, F.W. Schmidt, H. Hartz, J. Schütt und Th. Walter als Beisitzer. Ein Jahr später, am 28.3.1947 änderte die Generalversammlung des Verbandes den Namen in "Landesverband des Gaststätten- und Hotelgewerbes der Hansestadt Hamburg".

Die weitere Entwicklung des Landesverbandes stand naturgemäß zunächst stark in der Parallelentwicklung dessen, was der Krieg vom Deutschen Reich übrig gelassen hatte. Im Juni 1948 wurde die D-Mark eingeführt. Zur gleichen Zeit führte die Generalversammlung (wieder im Zillertal) des "Landesverbandes des Gaststätten- und Hotelgewerbes" per Satzungsänderung das Delegiertensystem ein. In Frankfurt am Main etablierte sich der Wirtschaftsrat unter Leitung des späteren Bundeswirtschaftsministers und Bundeskanzlers, Ludwig Erhard.

Schritt für Schritt erfolgte der Übergang von der Bewirtschaftung zur Marktwirtschaft. Und auch die Bewirtschaftung im Bereich der Lebensmittel fand ihr Ende. Wie Dr. Bingmann s. Zt. notierte, hatte dies aber für die Gaststätten kaum noch Bedeutung. Bingmann: Auch die Herstellung von Vollbier ("Friedensbier") mit einem Stammwürzgehalt von 11 - 14 Prozent wurde 1949 wieder erlaubt. Bohnenkaffee musste zunächst vielfach noch "von unbekannt" erworben werden, was schon mal zu Problemen mit Zoll und Steuer führen konnte. Der Bierpreis, seit 1936 behördlich festgelegt, wurde bis 1953 beibehalten.

Reste vormaliger staatlicher Plan- und Lenkungsvorschriften hielten sich, so Bingmann, aber noch erstaunlich lange. Erst mit der Liberalisierung des Mietrechts wurden die Übernachtungspreise im Beherbergungsgewerbe freigegeben und auch die "raumwirtschaftliche Unbedenklichkeitsbescheinigungen" konnten endlich entfallen.
Das Gastgewerbe war aber immer noch mit Sondersteuern belastet (Bingmann: Reste aus einer überholten Zeit) und noch 1946 hatte die britische Militärregierung die Vergnügungssteuer ganz empfindlich erhöht. Nachdem die Gesetzgebungskompetenz hierüber auf die inzwischen aus Besatzungszonen hervorgegangenen Bundesländer übergegangen war, wurde 1955 ein neues Vergnügungssteuergesetz in Hamburg erlassen. Erst zu 1971 konnte es der Landesverband erreichen, dass diese Steuer in Hamburg abgeschafft wurde.

Auf Hamburger Gesetzgebungskompetenz war auch die Ausdehnung der Gemeindegetränkesteuer auf den Verkauf von Speiseeis und Außerhausverkauf von Getränken 1947 ausgedehnt worden. Bingmann: ... unter Nichtachtung des vom Reich im Jahr 1930 für diese Steuer gezogenen Rahmens.

Erst durch zwei Verwaltungsgerichtsverfahren konnte erreicht werden, dass diese Steuer zunächst auf den Stand von 1930 zurückgeführt wurde. Ende 1955 wurde die Getränkesteuer in Hamburg dann abgeschafft. Erst 1983 wurde sie wieder eingeführt um Ende 1987 wieder abgeschafft zu werden, wie aus der jüngeren Verbandsgeschichte bekannt ist. Damit hatte sich einmal mehr gezeigt, dass entschlossenes und gemeinsames Auftreten vor dem Gesetzgeber doch erfolgreich sein kann.

 

 

 


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